Das Winterpalais des Prinzen Eugen
in der Himmelpfortgasse in Wien



Durch das mittlere Tor gelangt man über die Prunkstiege in die Privaträume des Prinzen Eugen

Das Winterpalais wurde in der damaligen Wiener Trabothen-Gasse, der heutigen Himmelpfortgasse, auf insgesamt vier Grundstücken erbaut.

Die erste Bauperiode erstreckte sich auf die Zeit von 1696 bis 1698. Nach Plänen des barocken Baumeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach entstanden ein Portal und sieben Fensterachsen. Dieser Bereich bildet heute den mittleren Teil des Winterpalais mit seiner Prunkstiege. Im Jahre 1703 erwarb Prinz Eugen ein weiteres Nachbargrundstück, das Ballhaus. In den Jahren 1708 bis 1711 ließ er das Palais durch Johann Lucas von Hildebrandt von sieben auf zwölf Fensterachsen erweitern und ein zweites Portal errichten, welches heute das linke Tor bildet. Nach einem zusätzlichen Grundstückskauf folgte in den Jahren 1723 bis 1724 die nächste Bauperiode. Das Winterpalais wurde von zwölf auf siebzehn Fensterachsen um den Bibliothekstrakt erweitert, und ein drittes Portal, das heutige rechte Tor, wurde errichtet.

1736 verstarb Prinz Eugen. Die Alleinerbin, seine Nichte Anna Victoria von Savoyen, verkaufte allmählich die Liegenschaft und das Palais wurde durch Trennmauern geteilt. Im Jahre 1752 erwarb Kaiserin Maria Theresia das Winterpalais sowie das Belvedere, Schloss Hof und Schloss Niederweiden. Das Winterpalais wurde nach einigen Umbauten und Adaptierungen Sitz der Münz- und Bergbehörde, der Obersten Justizbehörde und schließlich der Hofkammer, der Vorgängerin des Finanzministeriums. Nach einer längeren Umbauphase ab 1841 wurde im Jahre 1848 endgültig das Finanzministerium eingerichtet. Zwischen 1888 und 1890 wurden größere Restaurierungen durchgeführt, kleinere Adaptierungen folgten dann in den Jahren 1913 und 1928. In den Jahren 1945 bis 1947 wurden die Schäden des Zweiten Weltkriegs behoben. 2004 fiel die Entscheidung zur Generalsanierung des Gebäudes. 2013 wurden die Renovierungs- und Umbauarbeiten beendet.

Beleuchtungsbefremdung -
Raumgestaltungen im Winterpalais



   
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