Die Abtei Montecassino

Das Kloster

Kloster
lat. claustrum = verschlossener Raum

Mönch
gr. monachos = allein lebend
Man unterscheidet Patres = zum Priester geweihte Mönche
und Fratres = Mönche ohne Priesterweihe

Nonne
kirchenlateinisch nonna
Das Wort findet man bereits in spätlateinischen Inschriften. Hier hat es die Bedeutung 'Amme, Kinderwärterin'. Der Bedeutungsübergang des Wortes von 'Amme' zu 'Nonne' führt wohl über eine vermittelnde Bedeutung wie etwa 'Mütterchen' oder 'ehrwürdige Mutter'.

Die Bedeutung der Klöster ergibt sich sowohl aus der spirituellen Motivation als auch aus der kulturellen Ausstrahlung. Die Klöster und Stifte waren maßgeblich an der Verbreitung und später dann an der Festigung des Christentums beteiligt. Die kulturelle Leistung ist ebenbürtig. Neben einer hoch entwickelten Landwirtschaft in all ihrer Vielfalt ist besonders die Bedeutung der Skriptorien hervorzuheben.

Als Skriptorium bezeichnet man die seit der Spätantike entstehenden, in den Klöstern befindlichen Schreibstuben, in denen sakrale und teilweise auch profane Texte handschriftlich dupliziert wurden. Im frühen Mittelalter wurde hier fast ausschließlich für den Bedarf der eigenen Institution oder selten adeliger Auftraggeber gearbeitet. Mit der Etablierung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern verschwindet die Kulturtechnik der Skriptorien nahezu vollständig.

Das Refektorium - abgeleitet vom lat. reficere = erquicken, wiederherstellen - diente als Speisesaal und als Ort sonstiger Zusammenkünfte. Der wohl berühmteste Speisesaal ist jener des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie in Mailand, wo Leonardo da Vinci in den Jahren 1494 bis 1498 im Auftrag des Herzogs Ludovico Sforza an der Nordwand des Refektoriums sein berühmtes Fresko Il Cenacolo, das Abendmahl, schuf.


Leonardo da Vinci: Il Cenacolo (L'Ultima Cena)
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