Karl Marx (1818 – 1883)


Menschenleben

Stürmisch entfliehet
Der Augenblick;
Was er entziehet,
Kehrt nicht zurück.

Tod ist das Leben
Ein ewiger Tod;
Menschenbestreben
Beherrscht die Noth;

Und er verhallet
In Nichts dahin;
Und es verschallet
Sein Thun und Glühn.

Geister verhöhnen
Ihm seine That;
Stürmisches Sehnen,
Und dunkler Pfad;

Ewiges Reuen
Nach eitler Lust;
Ewiges Breuen
In tiefer Brust;

Gierig Bestreben
Und elend Ziel
Das ist sein Leben,
Der Lüfte Spiel.

Groß es zu wähnen
Doch niemals groß,
Selbst sich zu höhnen,
Das ist sein Loos.