10. Die Werke der Barmherzigkeit


Pieter Brueghel der Jüngere: Die sieben Werke der Barmherzigkeit, zwischen 1616 und 1638, Ulm

Die geläufigste neutestamentliche Stelle zu diesem Thema ist im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums zu finden. Jesus spricht über das Weltgericht und weist darauf hin, dass die Gerechten gute Werke vollbringen, ohne an Lohn zu denken. Er fasst diese guten Werke so zusammen:

Hungrigen zu essen geben, Durstigen zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde beherbergen, Kranke besuchen, Gefangene befreien, Tote begraben.

Diesen eher auf den Körper bezogenen Werken entsprechen die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit:

Unwissende lehren, Zweifelnden recht raten, Irrende zurechtweisen, Trauernde trösten, Unrecht ertragen, Beleidigungen verzeihen, für Lebende und Tote beten.

Damit sind alle Handlungen genannt, welche ein christliches Leben auszeichnen sollen.


   
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