1. Das Glaubensbekenntnis

Niemand kann für sich allein glauben, so wie niemand für sich allein leben kann. Jeder empfängt seinen Glauben von der Gemeinschaft, in die er hineingeboren wurde, auch wenn er dann einen völlig eigenständigen Weg einschlägt. Glaube ist daher Teilnahme an einer gemeinsamen Überzeugung, auch wenn jeder seine eigenen Nuancen setzt.

Ohne feste Formen würde der Inhalt des Glaubens zerfließen. Das Glaubensbekenntnis ist eine Zusammenfassung des Glaubens, welche alle, die zur Gemeinschaft der Gläubigen gehören, auf ihre Art akzeptieren.



Ikone über das 1. Konzil von Nizäa, in der Mitte Kaiser Konstantin

Das Apostolische Glaubensbekenntnis, welches auf das erste Konzil von Nizäa* zurückgeht, formuliert den Glauben der Apostel und ist bis heute in der katholischen Kirche das am meisten verwendete. Dieses Glaubensbekenntnis besteht aus drei Hauptteilen, die sich auf Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, beziehen. Bereits im vierten Jahrhundert gibt es die Tradition, dass die drei Teile des Apostolischen Glaubensbekenntnisses nach der Anzahl der Apostel in zwölf Artikel eingeteilt sind:


Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.


   
Seite 1
 Seitenanfang
 Seitenende