Zu Ehren des Heiligen wurde vor dem Tölzer Finanzamt in Bayern ein
Floriansbrunnen aufgestellt. Um die Finanzbeamten zu verhöhnen, zeigt
der Tölzer Florian, eine neubarocke Gusseisenfigur aus dem 19. Jhd.,
einen entblößten Hintern.

St. Florian

Der aus dem Lateinischen kommende Name Florian bedeutet der Blühende. Die Kirche feiert das Fest des heiligen Florian am 4. Mai.

Florian wurde in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln, geboren. Er starb am 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, den Märtyrertod.

Schon seine Eltern waren Christen. Als Knabe rettete er seinen Eltern das Leben, als durch die Sommerhitze ein Heuhaufen neben dem hölzernen Wohnhaus der Familie in Brand geriet. Während alle in einer Arbeitspause schlummerten, eilte der wachsame zehn Jahre alte Florian mit einem Eimer Wasser herbei und löschte das aufzüngelnde Feuer.

Als junger Mann diente er im römischen Heer als Soldat. Auch als Veteran bekleidete er ein Verwaltungsamt in seiner Geburtsstadt. Als 303 unter Kaiser Diokletian die letzte große Christenverfolgung losbrach, wollte er einer Gruppe von Christen, welche bereits festgenommen worden waren und auf ihre Verurteilung warteten, zu Hilfe kommen. So wurde auch er festgenommen und vor den Richter Aquilinus geführt. Dieser verurteilte ihn zum Tod und ließ ihn in der Enns ertränken. Eine reiche Witwe ließ seinen Leichnam bergen und begraben. Über seinem Grab wurde das Augustinerchorherrenstift St. Florian errichtet. Mit dem hl. Florian verbindet die katholische Kirche in Oberösterreich die Anfänge des Christentums, das vor allem durch römische Truppeneinheiten und deren Familien hier am Donaulimes Verbreitung fand.


   

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