Die Darstellung des Hieronymus als Kardinal von El Greco, 1541 – 1614, entstand zwischen 1590 und 1600 und befindet sich in der Frick Collection in New York. → Gesamtansicht

St. Hieronymus

Der aus dem Griechischen kommende Name wird meist mit heiliger Name übersetzt, manche übersetzen auch mit heiliges Gesetz. Das Fest des heiligen Hieronymus feiert die Kirche am 30. September.

Hieronymus wurde um 342 in Stridon, in der römischen Provinz Dalmatien, geboren. Als Sohn wohlhabender Eltern, welche Christen waren, studierte er in Mailand und Rom. Er genoss das Leben in vollen Zügen, bis er sich 366 taufen ließ. Er setzte seine Studien in Trier fort und entschloss sich dann zu einem fünfjährigen Aufenthalt in der Wüste Chalkis bei Aleppo in Syrien. 382 kehrte er nach Rom zurück und wurde Sekretär des Papstes Damasus I. Der Papst beauftragte Hieronymus, der sieben Sprachen beherrschte, mit der Übersetzung der Bibel ins Lateinische. Seine grandiose Übersetzung aus den hebräischen und griechischen Urtexten schuf die bis heute für die katholische Kirche verbindliche Vulgata.

Wegen Anfeindungen verließ er nach dem Tod seines Gönners Damasus Rom und ließ sich in Betlehem nieder, wo er von reichen Römerinnen unterstützt vier Klöster gründete. 35 Jahre wirkte er hier zurückgezogen, einerseits einer intensiven schriftstellerischen Tätigkeit hingegeben, andererseits manchmal sehr polemisch in theologische Auseinandersetzungen eingreifend. Er starb am 30. September 420 in Betlehem. Hieronymus blieb für das Mittelalter eine der großen Lehrautoritäten, besonders in Bibelfragen und für das asketische Klosterleben.





   
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