Α und Ω

Nicht wenige Menschen begnügen sich damit, zu wissen, wer ihre Eltern sind und sehen damit die Frage nach dem Woher beantwortet. Der Christ sieht dies völlig anders und ist sich mit dem Apostel Paulus bewusst, dass sein Glaube für die Juden ein Ärgernis und für die Heiden eine Torheit ist. Der Mensch lebt auf dieser Erde, spürt manchmal etwas vom Geheimnis Gottes, doch oft spürt er gar nichts. Jesus von Nazareth, in dem die Christen die innigste Nähe Gottes zu den Menschen erkennen, hat jene Erlösung vollzogen, zu der die Menschen aus sich selbst nie imstande sind. Wirken und Tod Jesu sind nicht das Opfer, das einem rachsüchtigen Gott dargebracht werden musste, sondern das Ergebnis dieser Welt, in der nicht das Gute, sondern Schrecken, Ungerechtigkeit und Zufall den Ton angeben.

Auf dem Hintergrund dieser Überlegungen werden sowohl die ersten Kapitel des Buches Genesis, die Mythen vom Anfang, als auch das letzte Buch der christlichen Bibel, die Offenbarung des Johannes, verstanden.