Dies ist ein Ausschnitt aus dem sogenannten Babenberger Stammbaum von Hans Part,
entstanden zwischen 1489 und 1492. Er befindet sich heute in der Stiftsgalerie Klosterneuburg.

St. Leopold

Der althochdeutsche Name Leopold bedeutet der im Volke Kühne. Sein Fest feiert die Kirche am 15. November.

Der Babenberger Markgraf Leopold III. wurde um 1073 in Melk geboren und starb 1136 in Klosterneuburg. Während der nicht enden wollenden Auseinandersetzungen um die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation scheint Leopold eine eher undeutliche Haltung bezogen zu haben. Einerseits kann man darin ein hohes Maß an Klugheit erkennen, andererseits könnte diese auch auf einen gewissen Opportunismus hinweisen. Doch schlussendlich gingen er und Österreich gestärkt aus den Streitigkeiten zwischen Kaiser Heinrich IV. und seinem Sohn und den Fürsten hervor.

Leopold legte wichtige Grundsteine für die katholische Prägung Österreichs. Seine vielen Stiftungen waren von seiner festen Religiosität getragen und sind noch heute Signale einer christlichen Lebenswelt. Die Stiftungsurkunden für Heiligenkreuz und Mariazell stammen aus seinem letzten Lebensjahr und verweisen besonders auf seine ausgeprägte Frömmigkeit. Nur wenige Wochen vor seinem Tod konnte Leopold noch die Einweihung der Stiftskirche von Klosterneuburg feiern, in deren Gruft er beigesetzt wurde.

Der Habsburger Kaiser Leopold I. ernannte den heiligen Markgrafen 1663 zum Schutzpatron Österreichs.





   
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