Verstummen aus Hilflosigkeit

Die große Masse des einfachen Volkes, die nur über eine unreflektierte Alltagssprache verfügt, sieht sich meist nicht imstande, schwierigere Sachverhalte oder Anliegen zu artikulieren oder zu verstehen.
Diese Masse ist noch dazu eine unbegüterte.
So wird das Verstummen auch ein Ausdruck der Hilflosigkeit, sowohl ein Schweigen vor dem Unverstandenen als auch ein Resignieren angesichts der eigenen Armut. Eine geistige Auseinandersetzung mit der Welt und ein willentliches Selbstverhältnis wird nicht mehr erlangt.
Es entsteht eine Prägung des Einzelnen, welche durch ein dumpfes Bewusstsein bestimmt wird, das durch inhaltsarme Gespräche mit seinesgleichen gekennzeichnet ist.
Gefährlich für die Gesellschaft wird dies, wenn es sich abseits des Staates immer mehr ausbreitet. Aufgabe des Staates im Sinne des Subsidiaritätsprinzips wäre es, den Sprachlosen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.