Fama



Louis de Silvestre, 1675 – 1760: Personifikation der Fama Ausschnitt eines
Deckengemäldes im Mathematisch-Physikalischen Salon des Dresdner Zwingers

Das lateinische Wort fama hat eine vielfältige Bedeutung. Es heißt Sage, Gerücht, öffentliche Meinung, dann wieder übler Ruf, aber auch Ruhm und Berühmtheit.

In der Aeneis kennzeichnet Vergil Fama mit immenser Schnelligkeit, bis sie schließlich ihr Haupt in die Wolken erhebt. Gaia habe sie aus Zorn gegen die Götter als Letzte geboren. Nachts schwirrt Fama zwischen Himmel und Erde. Tagsüber sitzt sie auf Dächern und hohen Türmen, Wahres und Falsches aufnehmend und verkündend. Ovid erwähnt hingegen ihre nie verschlossene Wohnung, welche aus Erz erbaut ist. Alles Gehörte tönt so in leisem Murmeln wider.

Infamia hingegen ist eindeutig: Übler Ruf, Schmach, Schande, Verdächtigung, Anschwärzerei. Infam war ursprünglich ein Rechtsterminus und bedeutete ehrlos. Verallgemeinernd entstand allmählich daraus berüchtigt.

Ruhm und Infamie

   


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