Die vier Zeitalter



In seinem Werk Metamorphosen erzählt Ovid¹ den Mythos von den → vier Zeitaltern.

Gemäß diesem Mythos verlässt Astraea (ἀστήρ = Stern), nachdem Pudicitia (Αἰδώς = Scheu und schamhaftes Betragen) besiegt am Boden liegt, als letzte der Himmlischen die Erde, weil sich das verkommene Menschengeschlecht des Eisernen Zeitalters über jede Sittsamkeit hinwegsetzte.



Salvator Rosa, 1615 – 1673: Astraea verlässt die Erde,
um 1665, KHM Wien



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1) Publius Ovidius Naso lebte von 43 vChr bis 18 nChr und gilt als letzter großer Elegiker der römischen Literatur. Im Jahre 8 nChr wurde Ovid von Kaiser Augustus aus unbekannten Gründen ans Schwarze Meer verbannt, von wo er nicht mehr zurückkehrte.
Seine Hauptwerke sind: Amores, Heroides, Ars amatoria, Metamorphosen, Tristia, Epistulae ex Ponto.