Eine Reminiszenz an die Vergangenheit.
Drei Bücher ohne Zukunft.

Dem Schaum der Meereswellen gleicht alles, was geschieht. Das Wichtigste ist das am wenigsten Sichtbare. Die Ereignisse kommen hoch, blenden, verblüffen und verrauschen. Dies zu erkennen, erleichtert uns die Gewichtung der Dinge.
Wäre das Ganze vollständig da und dem Menschen in einem Augenblick voll erfassbar, wäre auch die Sprache nicht mehr nötig.
Die meisten Wörter gebrauchen wir ohne eine eindeutige Definition. Die Wörter unseres täglichen Umgangs verdecken, weil sie andauernd wiederkehren, den meist als unauffällig empfundenen Alltag. Mit jedem unbedachten Wort, den unsäglichen Schlagwörtern, den Klischees und Verallgemeinerungen und dem gedankenlosen Alltagsgebrabbel wird die menschliche Sprachfähigkeit geknebelt. So bleibt nur die Anstrengung, mit Sorgfalt gegen diese entleerte Alltagssprache zu denken und zu schreiben. Aus dieser Beobachtung kristallisiert sich fast ein Imperativ heraus: Lies, um zu leben!

Bücher haben bekanntlich die gleichen Feinde wie die Menschen: Feuer, Feuchtigkeit, Tiere und den eigenen Inhalt. Auf die hier vorgestellten drei Bücher trifft zumindest Letzteres nicht zu. Im Gegenteil, ihr Inhalt, aber auch ihre einzigartigen Autoren selbst, lassen sie weit über das sonst übliche Mittelmaß hinausragen.
Diese drei Bücher aus vergangenen Zeiten werden hier nicht hervorgehoben, um die Vergangenheit zu verklären und die Gegenwart zurückzuweisen. Wohl aber wird die Behauptung zurückgewiesen, dass das Neue immer das Bessere sei.
Um gut zu lesen, muss man ein Erfinder sein. Die hier angeführten Bücher bedürfen dieser Eigenschaft. Alle drei kreisen um das gleiche Thema. Die Hauptfiguren leiden an der Zeit, in der sie leben, akzeptieren allmählich die eigene unauflösbare Fremdheit und finden sich mit ihrer Unfähigkeit ab, sich den Zeitläuften anzupassen.
Jeder Leser wird daraus seinen eigenen Schluss ziehen. So wird der Leser auch zum Vollender des Geschriebenen und erfährt sich selbst vielleicht als einen, der mit den Gegebenheiten dieser Welt nicht zufrieden sein kann.