Nach einem Plakat in Venedig im Jahr 2014

Transzendenz

Das lateinische Zeitwort transcendere bedeutet hinübersteigen, überschreiten.
Der Begriff Transzendenz bedeutet in etwa Überstieg. Er bringt damit zum Ausdruck, dass eine bestimmte Grenze überschritten wird.

Immanuel Kant definierte transzendent als das die Grenzen der menschlichen Erfahrung Überschreitende. Er verwies darauf, dass nur das, was zum Gegenstand der Erfahrung gemacht werden kann, erkennbar ist.

Grundlegend ist Platons Unterscheidung zwischen dem Seienden, das allein dem Denken des Menschen zugänglich ist, und dem Seienden, das auch durch die Sinne wahrgenommen werden kann. Durch sein Denken kann der Mensch alles Vorhandene überschreiten, doch öffnet sich ihm nur eine große Unzugänglichkeit.

Arthur Schopenhauer sprach von einem metaphysischen Bedürfnis des Menschen, das ebenso dem Intellekt wie auch dem Instinkt zuzugehören scheint. Wer dieses Bedürfnis nach Transzendenz verspürt, den verlangt danach zu wissen, was es eigentlich mit der Welt im Ganzen und der eigenen Existenz im Besonderen auf sich hat. Damit verbunden ist der Drang nach Vergewisserung seiner selbst und der Welt.
Für Schopenhauer ist die Religion meist nur Volksmetaphysik. Sie hat vor allem für diejenigen Bedeutung, welche vom eigenständigen Denken überfordert sind.

1. Die Gewächse der Selbstermächtigung

2. Wenn der Mensch seine Welt nicht ...



   


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