Im Advent

The Killers: Human

I did my best to notice
When the call came down the line
Up to the platform of surrender
I was brought but I was kind
And sometimes I get nervous
When I see an open door

schließe die Augen, leere dein Herz
durchtrenne den Faden
sind wir Menschen oder nur Tänzer?
mein Puls schlägt, doch meine Hände sind kalt
verzweifelt suche ich nach der Antwort
sind wir Menschen oder nur Tänzer?

Close your eyes, clear your heart
Cut the cord
Are we human or are we dancer?
My sign is vital, my hands are cold
And I'm on my knees looking for the answer
Are we human or are we dancer?

Pay my respects to grace and virtue
Send my condolences to good
Give my regards to soul and romance
They always did the best they could
And so long to devotion
You taught me everything I know

Wave good bye, wish me well
You've gotta let me go

Are we human or are we dancer?...

Will your system be all right
When you dream of home tonight?
There is no message we're receiving
Let me know is your heart still beating

Are we human or are we dancer?...

You've gotta let me know

Are we human or are we dancer?...



(Zum Video)


N. Werle: Im Advent?

Als ich vor kurzem in einem Supermarkt der üblichen Musikberieselung teilhaftig wurde, sind mir ein paar Textzeilen in Erinnerung geblieben, die sich wohltuend von den sonst üblichen Belanglosigkeiten unterschieden. Es ist das Lied der LasVegas-Band The Killers, das wir soeben gehört haben. Sind wir Menschen oder nur Tänzer?

Im Advent diese Frage gestellt zu bekommen, erscheint mir fast wie ein spirituelles Wunder im Supermarkt. Als ich in diesen Tagen zu überlegen begann, welche Texte wir für den heutigen Abend verwenden könnten, war mir klar, dass die Zeile dieser Band mit dem unmöglichen Namen eingebaut werden muss., und das nicht nur deshalb, weil ich andauernd gesagt bekomme: „Herr Professor, Sie sind so was von altmodisch...“

Sind wir Menschen oder Tänzer? Was wäre denn an Tänzern so schlecht? Eigentlich gar nichts. Es geht auch nicht um gut oder schlecht. Es geht nur darum, ob wir uns ernsten Fragen stellen. Diese letzten Tage vor Weihnachten sind eine gute Gelegenheit dazu.

Die Worte der Dichter, die wir nun hören werden, sind nicht fromm im üblichen Sinn. Sie geben auch keine Antworten. Eine Auszeichnung der Dichter ist es, Fragen so zu stellen, dass wir in eine größere innere Bereitschaft gelangen, uns selbst eine Antwort zu geben.

Advent heißt bekanntlich Ankunft. Damit eine solche gelingen kann, müssen wir bereit sein, uns überhaupt darauf einzulassen. In diesem Sinne sollen die folgenden Texte dazu beitragen, unser Herz ein bisschen weiter zu öffnen, damit wir bereit sind für jene Ankunft, auf die wir immer schon gewartet haben. Tanzen wir uns also nicht über alles hinweg, sondern haben wir den Mut, denkende Menschen zu werden.

Worte der Dichter

  1. Miguel de Unamuno, spanischer Philosoph und Schriftsteller, lebte von 1864 bis 1936.
    Von ihm stammt das Gedicht: Das Gebet des Gottlosen
  2. Marie Luise Kaschnitz, deutsche Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin, lebte von 1901 bis 1974. Sie schrieb das Gedicht Nicht mutig.
  3. Rainer Maria Rilke, mitteleuropäischer Dichter deutscher Sprache, lebte von 1875 bis 1926.
    Das Gedicht ist seinem Werk, Das Stundenbuch (1.Buch, Vom mönchischen Leben), entnommen.
  4. Ernst Jandl, österreichischer Dichter, lebte von 1925 bis 2000. Von ihm stammt das folgende Gedicht mit dem Titel „an gott“.
  5. Zum Abschluss noch eine Geschichte, die im Advent spielt, deren Autor leider nicht eruierbar war.
    Sie heißt: Heimkehr.

Imogen Heap: Hide And Seek

Where are we? What the hell is going on?
The dust has only just begun to fall,
Crop circles in the carpet, sinking, feeling.
Spin me round again and rub my eyes.
This can't be happening.
When busy streets a mess with people
would stop to hold their heads heavy.

Hide and seek.
Trains and sewing machines.
All those years they were here first.

Oily marks appear on walls
Where pleasure moments hung before.
The takeover, the sweeping insensitivity of this still life.

Hide and seek.
Trains and sewing machines. (Oh, you won't catch me around here)
Blood and tears,
They were here first.

Mmm, what you say?
Mm, that you only meant well? Well, of course you did.
Mmm, what you say?
Mm, that it's all for the best? Ah of course it is.
Mmm, what you say?
Mm, that it's just what we need? And you decided this.
Mmm what you say?
What did she say?

Ransom notes keep falling out your mouth.
Mid-sweet talk, newspaper word cut-outs.
Speak no feeling, no I don't believe you.
You don't care a bit. You don't care a bit.

You don't care a bit.


(Zum Video)

(Unter Mitwirkung von Luca Dittrich, Elmar Drabek, Eugenie Huber, Felix Kendlbacher, Anna Neidhart, Stephanie Rod, Ingrid Stejskal und Lukas Wolfger)

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