Charles Baudelaire (1821 – 1867)

L'Albatros

Souvent, pour s'amuser, les hommes d'équipage
Prennent des albatros, vastes oiseaux des mers,
Qui suivent, indolents compagnons de voyage,
Le navire glissant sur les gouffres amers.

À peine les ont-ils déposés sur les planches,
Que ces rois de l'azur, maladroits et honteux,
Laissent piteusement leurs grandes ailes blanches
Comme des avirons traîner à côté d'eux.

Ce voyageur ailé, comme il est gauche et veule!
Lui, naguère si beau, qu'il est comique et laid!
L'un agace son bec avec un brûle-gueule,
L'autre mime, en boitant, l'infirme qui volait!

Le Poète est semblable au prince des nuées
Qui hante la tempête et se rit de l'archer;
Exilé sur le sol au milieu des huées,
Ses ailes de géant l'empêchent de marcher.


Der Albatros

Übersetzt von Friedhelm Kemp

Oft zum Zeitvertreib fangen die Seeleute sich Albatrosse
ein, jene mächtigen Meervögel, die als lässige Reisegefährten
dem Schiffe folgen, wie es auf bitteren Abgründen
seine Bahn zieht.

Kaum haben sie die Vögel auf die Planken gesetzt,
so lassen diese Könige der Bläue unbeholfen und verlegen
ihre großen weißen Flügel wie Ruder kläglich
neben sich am Boden schleifen!

Dieser geflügelte Reisende, wie ist er linkisch und schlaff!
Er, einst so schön, wie ist er lächerlich und häßlich!
Der eine neckt seinen Schnabel mit einer Stummelpfeife,
Der andere ahmt hinkend den Schwachen nach, wie er zu fliegen versuchte!

Der Dichter gleicht dem Fürsten der Wolken,
der mit dem Sturm Gemeinschaft hat und des Bogenschützen spottet;
auf den Boden verbannt, von Hohngeschrei umgeben,
hindern die Riesenflügel seinen Gang.
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Übersetzung:
1. von Fritz Gundlach
2. von Monika Fahrenbach-Wachendorff