Aviad Kleinberg

Aviad Kleinberg:
Die sieben Todsünden,
Insel 2010,
239 Seiten
Die Sünde ist verlockend und abscheulich zugleich, die Möglichkeit zur Sünde macht den Menschen zum Menschen, und der Mensch macht die Sünde. Der Autor beschreibt in diesem Essay, wie die Vorstellung von Sünde die Geschichte und unseren Alltag bis heute prägt.
„Wenn du recht tust, darfst du aufblicken, wenn du nicht recht tust, lauert die Sünde an der Tür“, so wird Kain von Gott gewarnt. Was gut und böse, was Sünde ist, wird von den Menschen immer wieder neu verhandelt, ohne über den Kern der Sache hinaus zu kommen In den ersten Jahrhunderten nach Christus erklärte die Kirche Faulheit, Neid, Wollust, Völlerei, Habgier, Zorn und Hochmut zu den sieben Todsünden. Der Autor nähert sich dieser Aufstellung, welche die europäische Kultur tief beeinflusste, auf unterhaltsame und gelehrte Art. Er zitiert dabei Kirchenväter, Rabbiner sowie die antiken Klassiker und fügt der vorläufigen Liste noch eine achte Sünde hinzu.
In jedem Kapitel wird die Vergangenheit der Sünde mit unserem gegenwärtigen Umgang verknüpft. Das Buch Die sieben Todsünden ist eine Kulturgeschichte der Sünde, das heißt, dessen, was uns menschlich macht.

Ein Buch für solche Leser, welche den großen Zusammenhang suchen und dabei auch Humor nicht vermissen wollen...