Robert Musil

Robert Musil:
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß,
rororo 1959 (ersch. 1906),
200 Seiten
In diesem berühmten Werk des österreichischen Dichters Robert Musil wird gezeigt, wie Jugendliche in einer kalten Militärinternatsbürokratie sich gezwungen sehen, entweder zum Täter oder zum Opfer zu werden. Man meint zunächst, dass die beschriebenen Charaktere noch den Anspruch auf Subjektivität erheben. Doch von der Hauptperson, Törleß, heißt es, er „fühlte, dass ihm alles, was er tat, nur ein Spiel war. Nur etwas, das ihm half, über die Zeit dieser Larvenexistenz im Institut hinwegzukommen.“

Dieses Buch handelt vom lächerlich-tragischen Kampf um die eigene Individualität, den viele Jugendliche verlieren. Die Hauptperson des Romans scheint trotz der „Verwirrungen“, die eine sanfte Umschreibung der Grausamkeit darstellen, dieser Niederlage zu entgehen.

Das düsterste Buch auf dieser Liste! Für verwegene und unbeirrbare Individualisten!