Lehrausgang ins Kunsthistorische Museum am 19. Oktober 2011

Betrachten wir Kunstwerke, so gehen wir von der Vorstellung eines unter der schaffenden, gestaltenden, knetenden, malenden, schnitzenden, hauenden, gießenden Hand hervorgegangnen Werkes eines Künstlers aus. Dieser aber hat es nach etwas anderem, das schon da war, gemacht. Über dem Bild schwebt also dieses Urbild. Ein bisschen schwindet daher das Bild vor dem Urbild, das den Künstler antrieb. So bedenkt der Betrachter das, was er sieht, als Abbild, Nachbild, Gleichnis. Und manchmal gelangt er zur staunenden Aussage: So etwas habe ich noch nie gesehen...

Dieser Lehrausgang soll zweierlei bewirken: Einerseits wollen wir die paar ausgewählten Bilder genau betrachten, die Umstände ihrer Entstehung kennen lernen, den Maler als historische Person einordnen und das Dargestellte verstehen. Andrerseits soll der Grundgedanke, welcher das Modul durchzieht, durch die Bilder besonders deutlich werden...

Unser Modul sucht einen Weg durch diese zerrissene Welt. Unsere Gegenwart ist durchaus von einer naturwissenschaftlichen Kompetenz und einer technischen Versiertheit gekennzeichnet. Aber besser sind die Menschen nicht geworden. Ob sie je die Beschränktheit und Enge ihrer Existenz überschreiten werden?

Aufgaben:

1.

Im September ist in unserem Modul immer wieder ein Begriff, welcher aus zwölf Buchstaben besteht und aus dem Lateinischen kommt, aufgetaucht. Man glaubt, was man nicht versteht. Der gesuchte Begriff bezeichnet dieses Dilemma.
Der Familienname des jeweiligen Malers führt dich zum gesuchten Wort:

   3. Buchstabe – Junger Mann vor weißem Vorhang

   3. Buchstabe – Marter der zehntausend Christen

   2. Buchstabe – Heimkehr des verlorenen Sohnes

   5. Buchstabe – Das Haupt der Medusa

   1. Buchstabe – Beweinung Christi

   1. Buchstabe – David mit dem Haupt des Goliath

   2. Buchstabe – Allegorie der Vergänglichkeit

   9. Buchstabe – Selbstbildnis im Konvexspiegel

   7. Buchstabe – Kains Brudermord

   4. Buchstabe – Kreuztragung Christi

   6. Buchstabe – Junge Frau bei der Toilette

   6. Buchstabe – Vanitas Stillleben

2.

Suche dir eines der besprochenen Bilder aus und begründe, warum dir gerade dieses gefällt! Welche Wirkung übt es aus? Warum hättest du es vielleicht sogar gerne zu Hause in deinem Zimmer? (circa 100 Wörter!)   → die Bilder




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